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STIFTUNGSGRÜNDER

Prof. Dr. Rudolf Pichlmayr zählt zu den
bedeutendsten Pionieren der Transplantationschirurgie.
Als Erster in Europa begann er mit großem Erfolg, Patienten bereits im Kindesalter zu transplantieren. Seine Forschung im Bereich der Immunsuppression trug maßgeblich dazu bei, die Abstoßung des neuen Organs zu verhindern.

1987 gründeten er und seine Frau Ina die Rudolf Pichlmayr Stiftung. Sie hatten sehr früh erkannt, dass die Kinder weitaus mehr Zuwendung brauchen als nur die medizinische Behandlung ihrer Grunderkrankung. Die Stiftung verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

1992 eröffnete das Ehepaar den Ederhof, ein Rehabilitationszentrum für Kinder, Jugendliche und ihre Familien vor und nach einer Organtransplantation. Hierbei handelt es sich zu 100% um eine Einrichtung der Rudolf Pichlmayr Stiftung.

1932 in München geboren, studierte er an der dortigen Ludwig-Maximilian-Universität Medizin.
1967 ging er an die neu errichtete Medizinische Hochschule Hannover (MHH), wo er 1971 den Chirurgischen Lehrstuhl für Abdominalchirurgie und Transplantationswesen erhielt. Unter seiner Leitung erlangte das Transplantationswesen der MHH Weltruf.
Während seines 30-jährigen Wirkens an der MHH führte er knapp 4.500 Transplantationen von Leber, Niere und Pankreas durch.


Zu Pichlmayrs Auszeichnungen zählen unter anderem der von Langenbeck-Preis, der Ernst-Jung- und der Erich-Lexer-Preis, der Lucie-Bolte- und der Jatros-Preis, die Wahl zum "Mediziner des Jahres 1990", Ehren- und Verdienstmedaillen des Landes Niedersachsen, die Präsidentschaft der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Ehrenmitgliedschaften bei fast allen europäischen sowie amerikanischen und japanischen Fachgesellschaften für Chirurgie, der Menschenrechtspreis der Bruno-Kreisky-Stiftung (1993) und das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland (1995).



Prof. Dr. Ina Pichlmayr wurde 1932 in Wahlstatt, Schlesien, geboren. 1951 legte sie in Starnberg das Abitur ab und studierte zunächst an der Universität in Innsbruck Medizin, wechselte dann nach München, wo sie 1956 das medizinische Staatsexamen mit sehr gutem Erfolg abschloss. 1959 erfolgte die ärztliche Approbation, 1967 legte sie ihre Habilitationsschrift vor und folgte 1969 ihrem Mann an die Medizinische Hochschule Hannover. Lesen Sie mehr

Hier wurde sie 1972 zur außerplanmäßigen Professorin und 1973 zur akademischen Direktorin ernannt. 1974 wurde ihr die Leitung des Zentrums Anästhesiologie der MHH im Krankenhaus Oststadt übertragen, die sie - bis zu ihrer Emeritierung - 23 Jahre lang inne hatte. Ein besonderes Anliegen war ihr die Gleichstellung von Frauen und Männern auch in der Wissenschaft. Hieraus ist das Ina-Pichlmayr-Mentoring Programm für Wissenschaftlerinnen hervorgegangen, das an der MHH bis heute fest etabliert ist.

Rudolf und Ina Pichlmayr lernten sich während des Medizinstudiums kennen. Nach der Heirat im Jahr 1955 kamen fünf Töchter zur Welt.

1997 verstarb Rudolf Pichlmayr völlig unerwartet während eines Aufenthaltes in Acapulco im Rahmen des 37. Weltkongresses für Chirurgie. Zu diesem Zeitpunkt war die Stiftung durch Um- und Neubau des Ederhofs hoch verschuldet. Nur durch die kontinuierliche Unterstützung vieler Helfer und Spender konnte der Ederhof erhalten bleiben.

2001 legte Frau Prof. Dr. Ina Pichlmayr den Vorsitz der Stiftung sowie die medizinische Leitung des Ederhofs in die Hände von Herrn Professor Dr. Dr. Dr. h.c. Eckhard Nagel, einem Schüler und langjährigen Weggenossen Rudolf Pichlmayrs, der den Ederhof und die Stiftung in seinem Sinne weiterführt.